Iter tutum - Sichere Reise

Drittes Reisejahr,
im Monat Januar

Eis und Schnee. Kälte. Schnee und Eis. Kälte.

Kurze Tage. Dunkelheit.

So begann das neue Jahr. Doch wir halten tapfer mit Feuer, Suppe und Würzwein dagegen. Die Felle, die wir unser Eigen nennen können, halten uns des Nächtens warm. Manches Mal denke ich, dass meine Finger nicht mehr zu mir gehören, doch dann haucht Ursus seinen warmen Atem darüber und dann spüre ich nicht nur in den Fingern ein heißes Kribbeln. Es muß also doch noch Leben in mir sein!

Wisst Ihr, diese Tage, die uns zum Rasten zwingen, weil uns das Wetter seine Macht zeigt, lässt mir genügend Zeit, innezuhalten. Trotz der äußeren Umstände fühle ich mich geborgen und sicher. Mein Gemahl an meiner Seite und ein geschützter Platz zum Kochen und Schlafen sind viel mehr wert als mancher Tand und Zierrat, den ich früher anhäufte.

Insofern ist diese Reise ein andauerndes Lernen. Über mich, über uns, über das Leben. Ich bin gespannt, wo es es uns noch hinführen wird und welche Lehren wir dereinst daraus ziehen werden.

Seht jede Herausforderung nicht nur als Last, sondern vor allem als Gelegenheit zum Lernen.

Es grüßt Euch

Felina von Bueren


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